Deutscher Gewerkschaftsbund

06.09.2015

Connected network

DGB-Jugendausschüsse spinnen Netz durch NRW

von: Jan Wegener, DGB-Jugend Dortmund
SJA Tagung Gesamt

DGB-Jugend NRW

Vom 04.-06. September fand im DGB-Jugendbildungszentrum in Hattingen die landesweite Vernetzungstagung der Stadtjugendausschüsse statt. Von Freitag bis Sonntag steckten die Ehrenamtlichen die Köpfe zusammen, um über aktuelle Themen zu diskutieren und die Arbeit der unterschiedlichen Regionen in Nordrhein-Westfalen abzustimmen. Damit konnte nicht nur der Blick über die eigene Region hinaus geweitet werden. Auch zu den Themen TTIP/CETA/TISA, der momentanen Situation vieler Geflüchteter und Asylsuchenden in NRW und der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) konnten sich die Teilnehmenden informieren, austauschen und gemeinsame Aktionen planen.

Inhaltlich begann die Tagung mit dem Kennenlernen der einzelnen Teilnehmenden und deren Arbeit in den Regionen. Der Einblick in die Arbeit der „anderen“ war ein wichtiger Teil, da man so ein überregionales Bild von den Aktivitäten der DGB-Jugendarbeit in NRW erhalten konnte: Von der Arbeit gegen Diskriminierung bis hin zur Berufsschularbeit fand sich hier eine enorme Bandbreite. Durch den Austausch nehmen nun die Jugendausschüsse eine Vielzahl von Ideen und neuen Anstößen mit zurück in ihre Region. Statt das Rad neu zu erfinden, werden funktionierende Konzepte nun auch in anderen Orten NRWs durch die jungen Gewerkschafter_innen umgesetzt.

Zum Thema TTIP und CETA brachte uns Jochen Marquardt, Regionsgeschäftsführer des DGB in Ruhr-Mark, auf den aktuellen Stand der Dinge. Spannend, inhaltlich fundiert und witzig zugleich motivierte er für die Teilnahme an der Großdemo „Stop TTIP/CETA“ am 10. Oktober in Berlin.

Der zweite Block, referiert von Christoph Alt, Pädagogischer Leiter des Jugendbildungszentrums Hattingen, beschäftigte sich mit dem Themenfeld Geflüchtete und den gewerkschaftlichen Handlungsfeldern als Jugendverband. Von der aktuellen politischen Situation spannte er mit den Teilnehmenden den Bogen in die Zukunft, in der die Gewerkschaftsbewegung für die Integration und Unterstützung Geflüchteter, gerade in der Arbeitswelt, eine bedeutende Rolle einnehmen wird. Auch dazu tauschten sich die Teilnehmenden aus und überlegten neuen Aktionen zur Unterstützung Geflüchteter.

Für den letzten Block, am Sonntagmorgen, reiste André Schönewolf vom DGB Bundesvorstand an. Er legte seinen inhaltlichen Schwerpunkt auf die anstehende Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und den aktuellen Stand der gewerkschaftlichen Arbeit. Mit der der Kampagne „Ausbildung besser machen“ wird die Gewerkschaftsjugend in den nächsten Monaten die Verbesserung des BBiG fordern. Warum die Ausbildung besser werden muss, verdeutlichte André mit den aktuellen Ergebnissen des Ausbildungsreportes, der feststellt, dass gerade junge Migrant_innen unter einer schlechten Qualität in der Ausbildung leiden.

Mit vielen Informationen und Anregungen im Gepäck geht es jetzt in die Umsetzung vor Ort. Die Rückmeldungen waren eindeutig: Ein voller Erfolg für unsere Jugendarbeit. Bei all den Herausforderungen bleibt die Stärkung der landesweiten Vernetzung eine wichtige Aufgabe.  


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