1. Mai 2009 in Dortmund:
Demonstration der DGB-Jugend für Ausbildung
Ergänzend zu Ansprache in den Betrieben unterstützen wir die Mitgliedsgewerkschaften in der Ansprache von Auszubildenden an Berufskollegs. Dafür haben wir ein Ansprachekonzept für den Schulhof entwickelt, sowie spezielle Unterrichtsmodule à 90 Minuten zu gewerkschaftspolitischen Themen.Wir bieten darüberhinaus auch weitere Beratungsangebote, wie Dr. Azubi an und setzen uns auch politisch für die Interesse der Auszubildenden ein.
Hohe Abbrecherquote bei Auszubildenden: Wenn der Azubi nur zum Putzen da ist
Bis zu einem Viertel der Jugendlichen, die einen Ausbildungsplatz gefunden haben, geben ihn vorzeitig auf oder wechseln den Betrieb. Der Grund sind nicht selten Probleme mit dem Arbeitgeber. Anke Unger, Bezirksjugendsekretärin des DGB NRW, erklärt im Gespräch mit WDR.de, wo die Probleme liegen und was Azubis tun können.
Neue Erfahrungen sammeln, andere Kulturen kennenlernen, seine Sprachkenntnisse vertiefen – viele Jugendliche träumen von einer Ausbildung im Ausland. Diesen Traum zu verwirklichen ist aber gar nicht so leicht. Um herauszufinden, welche Schwierigkeiten es bei Ausbildungen im europäischen Ausland gibt und wie man die Hürden beseitigen kann, haben junge Gewerkschafter/innen aus Belgien (JCSC-ACVJ), Luxemburg (LCGJ), Frankreich (CFDT) und Deutschland (DGB-Jugend) nun das Projekt „Working connexions“ gegründet.
In einem ersten Schritt wurden im Rahmen des Projekts knapp tausend Lehrlinge der vier Länder zu ihren Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen befragt. Auch die Verantwortlichen der Ausbildungszentren wurden kontaktiert und um ihre Meinung gebeten. Das Ergebnis zeigt unterschiedliche Aspekte auf, die Jugendlichen eine Ausbildung im Ausland erschweren. So sind die bestehenden europäischen Ausbildungsprogramme und –projekte vielen Jugendlichen nicht bekannt, andere können sich eine Ausbildung im Ausland schlichtweg nicht leisten. Ein grundsätzliche Problem sind die unterschiedlichen Gesetze in den Ländern, die z.B. dazu führen können, dass Zeugnisse nicht anerkannt werden. Grenzüberschreitende Unternehmen sind zudem oft wenig motiviert, jugendliche Ausländer einzustellen, da es für sie einen organisatorischen und z.T. auch finanziellen Mehraufwand bedeutet.
Da die untersuchten Länder wenig Engagement zeigen, an dieser unbefriedigenden Situation etwas zu ändern, haben die Mitglieder des Projekts „Working connexions“ für April 2012 ein Treffen für europäische Auszubildende geplant. Ziel ist es, gemeinsame Lösungen zu erarbeiten, damit jeder junge Europäer künftig ohne größere Schwierigkeiten im europäischen Ausland ausgebildet werden kann.