Deutscher Gewerkschaftsbund

Ausbildung

1. Mai 2009 - DGB-Jugend

1. Mai 2009 in Dortmund:
Demonstration der DGB-Jugend für Ausbildung

Ergänzend zu Ansprache in den Betrieben unterstützen wir die Mitgliedsgewerkschaften in der Ansprache von Auszubildenden an Berufskollegs. Dafür haben wir ein Ansprachekonzept für den Schulhof entwickelt, sowie spezielle Unterrichtsmodule à 90 Minuten zu gewerkschaftspolitischen Themen.Wir bieten darüberhinaus auch weitere Beratungsangebote, wie Dr. Azubi an und setzen uns auch politisch für die Interesse der Auszubildenden ein.

Unsere politischen Forderungen:

  • Die DGB-Jugend NRW fordert die Anhebung der maximalen Einkommensgrenze auf mindestens 10.212 € für den Kindergeldbezug für Auszubildende und zusätzlich die jährliche Anpassung der Einkommensgrenze an die Inflation.
  • Die DGB-Jugend NRW wird sich dafür einsetzen, dass zukünftig für alle Auszubildenden, an jedem Berufsschultag mit mindestens fünf Berufsschulstunden, keine Rückkehrpflicht in den Ausbildungsbetrieb besteht.
  • Die DGB-Jugend NRW wird sich dafür einsetzen, dass der Ausbildungsbeginn mit dem Berufsschulbeginn übereinstimmt. Die DGB-Jugend NRW kritisiert, dass der Berufsschul­besuch privat erfolgt und ohne Versicherungsschutz durch den Arbeitgeber. Da es sich um einen Auftrag des Arbeitgebers gem. § 670 BGB handelt, muss eine Aufwands­entschädigung erfolgen, mindestens in Form einer Fahrtkostenerstattung. Dies hat aber zur Folge, dass der Arbeitgeber wiederum selektieren kann. Eine Regelung ist dringend nötig.
  • Zurzeit besteht für Azubis, die vor Ausbildungsbeginn schon die Berufsschule besuchen müssen, in dieser Zeit weder Versicherungsschutz durch den Arbeitgeber, noch erhalten sie eine Entgeltzahlung. Da der Arbeitgeber den Auszubildenden aber zur Berufsschule schickt, muss diese Berufsschulzeit genauso nach Tarifvertrag vergütet werden, wie die betrieblichen Ausbildungsabschnitte, das heißt vom ersten Tag des Berufsschulbesuchs an. Außerdem muss ein betrieblicher Versicherungsschutz bestehen. Die Zeit des Berufsschulbesuches ist außerdem auf die Probezeit und Ausbildungszeit anzurechnen.
  • Die DGB Jugend NRW wird darauf hinwirken, dass das Gesetz zur Freistellung von ArbeitnehmerInnen zum Zwecke der beruflichen und politischen Weiterbildung (AWbG) auf Auszubildende in NRW ausgedehnt wird.

In den Berufskollegs fordert die DGB-Jugend NRW

  • Steigerung der Bildungsausgaben
  • generelle Lehr- und Lernmittelfreiheit
  • Verbesserung der äußeren Rahmenbedingungen (Sanierung der Schulen)
  • Verbesserung der technischen und materiellen Ausstattungen (EDV, Bücher, usw.)
  • Verbesserung der Schüler/Lehrer-Relation
  • Verkleinerung der Klassengrößen
  • Verbesserung der Lehrerfortbildung (Mehr finanzielle Ressourcen, mehr Angebote, bessere und bezahlte Freistellungsmöglichkeiten)
  • Verbesserung der Lehrersituation und somit Schaffung der Möglichkeit zur individuellen Förderung  (mehr Zeit für 1:1-Gespräche mit Schülern, (mehr) SozialarbeiterInnen an die Schulen)
  • weniger Unterrichtsausfall
  • qualifizierte Fachlehrer_innen

 


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04.11.2011

Hohe Abbrecherquote bei Azubis: Anke Unger im Interview mit WDR.de

Hohe Abbrecherquote bei Auszubildenden: Wenn der Azubi nur zum Putzen da ist

Bis zu einem Viertel der Jugendlichen, die einen Ausbildungsplatz gefunden haben, geben ihn vorzeitig auf oder wechseln den Betrieb. Der Grund sind nicht selten Probleme mit dem Arbeitgeber. Anke Unger, Bezirksjugendsekretärin des DGB NRW, erklärt im Gespräch mit WDR.de, wo die Probleme liegen und was Azubis tun können.

http://www1.wdr.de/themen/wirtschaft/auszubildende100.html


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29.09.2011

DGB Jugend: Ausbildungschancen im europäischen Ausland verbessern

Gemeinsames Projekt der Gewerkschaftsjugend aus Belgien, Luxemburg, Frankreich und Deutschland

Neue Erfahrungen sammeln, andere Kulturen kennenlernen, seine Sprachkenntnisse vertiefen – viele Jugendliche träumen von einer Ausbildung im Ausland. Diesen Traum zu verwirklichen ist aber gar nicht so leicht. Um herauszufinden, welche Schwierigkeiten es bei Ausbildungen im europäischen Ausland gibt und wie man die Hürden beseitigen kann, haben junge Gewerkschafter/innen aus Belgien (JCSC-ACVJ), Luxemburg (LCGJ), Frankreich (CFDT) und Deutschland (DGB-Jugend) nun das Projekt „Working connexions“ gegründet.

In einem ersten Schritt wurden im Rahmen des Projekts knapp tausend Lehrlinge der vier Länder zu ihren Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen befragt. Auch die Verantwortlichen der Ausbildungszentren wurden kontaktiert und um ihre Meinung gebeten. Das Ergebnis zeigt unterschiedliche Aspekte auf, die Jugendlichen eine Ausbildung im Ausland erschweren. So sind die bestehenden europäischen Ausbildungsprogramme und –projekte vielen Jugendlichen nicht bekannt, andere können sich eine Ausbildung im Ausland schlichtweg nicht leisten. Ein grundsätzliche Problem sind die unterschiedlichen Gesetze in den Ländern, die z.B. dazu führen können, dass Zeugnisse nicht anerkannt werden. Grenzüberschreitende Unternehmen sind zudem oft wenig motiviert, jugendliche Ausländer einzustellen, da es für sie einen organisatorischen und z.T. auch finanziellen Mehraufwand bedeutet.

Da die untersuchten Länder wenig Engagement zeigen, an dieser unbefriedigenden Situation etwas zu ändern, haben die Mitglieder des Projekts „Working connexions“ für April 2012 ein Treffen für europäische Auszubildende geplant. Ziel ist es, gemeinsame Lösungen zu erarbeiten, damit jeder junge Europäer künftig ohne größere Schwierigkeiten im europäischen Ausland ausgebildet werden kann.


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