Deutscher Gewerkschaftsbund

Deine Interessenvertretung

Faltblatt JAV

Wenn es mal Ärger in deiner Ausbildung gibt, bist du nicht allein. In den meisten Betrieben und Unternehmen gibt es einen Betriebsrat und meistens auch eine/n Jugendvertreter/in, die/der sich um die Probleme aller kümmert. Das ist deine "Interessenvertretung".

Betriebsrat

Hast du Zoff mit dem Chef? Enthält man dir deine Rechte vor? Oder hast du eine Idee, was man in deinem Betrieb besser machen könnte? Dann ist der Betriebsrat die richtige Adresse. Bei Fragen und Problemen rund um die Arbeit ist er der Ansprechpartner für dich und alle anderen Beschäftigten. Er ist aber auch eure Interessenvertretung gegenüber dem Arbeitgeber. Der Betriebsrat handelt Betriebsvereinbarungen aus und achtet darauf, dass sie auch eingehalten werden - genauso wie die Arbeitnehmerrechte, die in Gesetzen und Tarifverträgen festgelegt sind. Gewählt wird der Betriebsrat von allen volljährigen Beschäftigten, auch von den Azubis. Voraussetzung ist, dass der Betrieb mehr als fünf Beschäftigte hat.


Die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV)

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) ist die Interessenvertretung der Azubis und Jugendlichen im Betrieb oder der Dienststelle - euer eigener Betriebsrat bzw. Personalrat sozusagen. Sie achtet darauf, dass Gesetze, Tarifverträge und Betriebs- und Dienstvereinbarungen, die Auszubildende betreffen, eingehalten werden.

Die JAV ist auch der richtige Ansprechpartner, wenn irgendwas falsch läuft mit deiner Ausbildung, wenn du Rat, Hilfe oder Rückendeckung brauchst oder Ideen zur Verbesserung der Ausbildungssituation hast. Sie kümmert sich um die Qualität deiner Ausbildung und um deine Übernahme nach dem Ausbildungsende. Gewählt wird die JAV für zwei Jahre. JAVler werden können alle aus deinem Betrieb, die jünger sind als 25. Auch du! Wählen dürfen Jugendliche unter 18 und Azubis unter 25. Bedingung für eine JAV-Wahl sind fünf Wahlberechtigte.


Die außerbetriebliche Interessenvertretung

So, wie es in der betrieblichen und schulischen Berufsbildung die Möglichkeit einer Interessenvertretung (Jugend- und Auszubildendenvertretung) im Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes gibt, ist es nach §51 des neuen Berufsbildungsgesetzes (BBiG) ebenfalls möglich, eine Interessenvertretung für außerbetriebliche Auszubildende zu wählen. Außerbetriebliche Azubis sind diejenigen, die ihre Ausbildung bei einem stattlichen Träger absolvieren, also keinen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen abgeschlossen haben. Auch hier gilt: Gewählt werden darf, wenn mindestens 5 Auszubildende vorhanden sind. Die Interessensvertretung ist also euer Sprecher. Sie dient euch als Beschwerdestelle und Anlaufpunkt für Verbesserungsvorschläge.

Wollt ihr eure eigene Interessenvertretung gründen? Wir sagen, wie das geht!


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JAV Film

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